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Ein sehr ruhiger Tag

Dieses Thema im Forum "Zeitzeugen berichten" wurde erstellt von S8112914, 16. April 2019.

  1. S8112914

    S8112914 Dauerschreiber

    2011 / 194
    +999 / 17 / -2
    Irgendwas nach elf Uhr. Elf Uhr nachts, wohlgemerkt. Der Laden wie leergefegt. Im Wintergarten hocken ein paar versprengte Grazien, und ich…
    „Bin ich letzter Mann?“
    „Nein. Vorletzter. Ein Gast ist noch da. War ein sehr ruhiger Tag heute.“

    Perfekt. Da hab ich ihn, den Titel für diesen Bericht.

    Ein sehr ruhiger Tag

    Die Liste

    Auf dem Weg in den Laden hatte ich mir,
    die Liste zu Rate ziehend, einen groben Plan gemacht: Mariana würde im Laden sein, mit Stefanie könnte ich rechnen, Daria würde der A-Probe und Maria 2019 der B-Probe harren. Soweit, so gut. Aranca stand auch auf der Liste, doch ich habe gelernt, der Liste nur begrenzt zu vertrauen - und selbst wenn Aranca im Laden wäre, würden die Stammgäste wie Motten am Fliegenfänger an ihr kleben. Keine Chance für einen Sextouristen wie mich.

    Vielleicht

    Mariana hängt quer auf einem Gast, als ich das erste Mal durch den Roten Salon schlappe.
    Die Liste stimmt.

    Daria lümmelt nackig auf einer Liege im Wellnessbereich. Auch in dem Punkt stimmt die Prognose. Die Liste stimmt.

    Maria 2019 mustert mich, als ich den Saunaschweiss von meinen Alabasterkörper dusche. Die Prognose ist auch in dem Punkt korrekt. Die Liste stimmt.

    Und wo ist Stefanie? Vermutlich oben im Kino. Im Moment bin ich allerdings zu faul, nach oben zu latschen. Und außerdem…
    „Was machst Du denn heute hier?“

    … hat mich Mariana gerade gefunden. Wie gesagt:
    Die Liste stimmt.

    Zimmer 8

    Bei unserem letzten Date hatte ich eine Mariana erwischt, die mit ihren Gedanken überall war, nur nicht mit mir auf Zimmer. Kein Grund, sie deshalb gleich zu verstoßen - für jeden von uns gibt es schließlich gute Tage und weniger gute. Und weil immer zwei dazu gehören: Unter Umständen hatte ja auch ich an jenem Tag einen von den gebrauchten erwischt, ohne das mitzubekommen

    Ich mache es kurz: ein richtig guter Tag. Ein schönes Zimmer mit ihr.

    Danke, Mariana!

    Vielleicht 2

    Ich hab was am Spind zu schaffen, auf einmal steht Stefanie da wie aus dem Boden gewachsen. Bussi-Bussi.
    Die Liste stimmt.

    Der Laden leert sich zusehends. Die Frauen hocken im Rudel vermutlich in der Umkleide, ein paar wenige lauern noch auf Kundschaft. Und was mach ich? Ich würde schon noch gern eine zweite Nummer…

    Halb zehn, und tote Hose im Laden. Andernorts hat um diese Zeit noch nicht mal die Rushhour angefangen…

    Vielleicht 3


    Ein großgewachsenes Mädchen steuert auf mich zu. Viele andere Ziele, in deren Richtung sie steuern könnte, hat es ja nicht mehr. Sie macht eine Handbewegung: Ob sie denn zu mir kommen dürfte? Ich zucke mit den Schultern, unentschlossen: Vielleicht ja, vielleicht nein. Die junge Frau nimmt defensiv nicht auf meinem Schoß, sondern im Sessel nebenan Platz.
    „Ich bin Bonnie.“

    Wir plappern ein bisschen, Englisch geht, Deutsch auch. Unser Gespräch geht durchaus über Smalltalk hinaus. Meine Achtung vor dieser jungen Frau - sie gibt 21 Lenze zu - steigt. Natürlich möchte sie mich abschleppen, klar, aber sie verpackt ihren Wunsch dezent und verzichtet darauf, mich irgendwie unter Druck zu setzen. Sie hat einen langen Tag hinter sich, sie dürfte nicht viel verdient haben, und sie ist müde vom Nichtstun, müde von erfolgloser Suche nach Kundschaft.
    „Es sind noch drei Männer da.“

    Ich bleibe reserviert, und tatsächlich bin ich unentschlossen, einerseits. Andererseits sind alle meine Optionen aus welchen Gründen auch immer nicht greifbar.
    „Was machst Du jetzt?“
    „Ich geh duschen.“
    „Und dann gehst Du auch nach Hause?“
    „Vielleicht.“
    „Ich geh ins Jacuzzi und in die Sauna. Vielleicht möchtest Du zu mir kommen?"
    „Vielleicht.“

    Sie verabschiedet sich. Vermutlich ist sie zu müde, um sauer zu sein.

    Vielleicht 4

    Ich geh wirklich duschen. Flinte ins Korn und mich selbst ins Auto werfen oder aber im Wellnessbereich nach Bonnie schauen?

    Die Wünschelrute gibt Zeichen. Ah, okay. Wirklich? Na gut, wenn das so ist…

    Ich verstaue die dreiviertel Latte unter dem Handtuch und schlendere in den Wellnessbereich. Keine Bonnie. Dora spielt querab einem Kollegen am halbgaren Schniedel herum.

    Die Tür zur Finnischen fliegt auf, wer stolpert heraus?

    Bonnie kann ihr Glück gar nicht fassen, dass ich ihr tatsächlich nachgestiegen bin. Ich wiederum kann mein Glück gar nicht fassen, dieses junge, von der Sauna auf das angenehmste aufgeheizte Geschöpf in den Armen zu halten.
    „Machen wir Dreiäää?“,

    röhrt es plötzlich neben mir. Dora!
    „Thanks, no.“
    „Ich lecke Deine Eier und sie lutscht Deinen Schwanz!“
    „Thanks, no. One girl’s just enough for me. I’m an old man, you know.“

    Auf diesen Spruch bekomme ich zwei Reaktionen.

    Eine aufgebrachte. Dora.
    „Warum sprichst Du Englisch mit mir? Ich kann Deutsch!“

    Und eine freundliche. Bonnie.
    „Vielleicht bist Du ein alter Mann. Aber dann bist Du ein alter Mann in einem jungen Körper.“

    Hand aufs Herz: Wer würde bei diesem Kompliment nicht weich?

    Ich kann mein Glück kaum fassen, doch noch zu meiner zweiten Nummer zu kommen.

    Zimmer 10

    Wir bauen das Bett, Bonnie drapiert sich auf selbigem. Ich bleibe am Bettrand stehen, das Handtuch noch um die Hüften geschlungen. Schon kommt sie herangekrabbelt, kniet vor mir auf dem Bett, schon kann ich sie in den Arm nehmen.
    „Jetzt musst Du mich wieder wärmen.“

    Bonnie schürzt die Lippen. Okay, Küsschen. Und noch eins. Ihr fällt offenbar etwas auf.
    „Willst Du überhaupt küssen?“

    Ich nicke. Ich hab mich daran gewöhnt, dass die Mädels im Babylon das von mir erwarten. Wieder ein Küsschen. Dann eins auf die Heldenbrust. Und noch eins. Sie küsst sich vorsichtig voran zu meinen Brustwarzen.
    „Gefällt Dir das?“

    Während sie mich so beküsst, fange ich meinerseits an, sie zu bezärteln. Und nach einer angemessenen Zeitspanne verlegen wir in die Waagerechte. Ich intensiviere meine Bemühungen, Bonnie reagiert mit Gänsehaut. Küsschen. Küsse.

    Ihre Hand zerrt an meinem Handtuch. Sie freut sich sichtlich über die schöne Latte, die da zum Vorschein kommt.
    „Du hast aber einen großen Schwanz.“

    Hab ich nicht. Aber das Kompliment ist nett.
    „Und er ist so…“, sie sucht nach einem Wort, „… fest?“

    Normal. Die Chemie zwischen uns passt. Ihre Hand, die derweil zu meinem Schwanz gewandert ist, schiebe ich aber trotzdem weg.

    Wir zärteln weiter. Ihre Brüste scheinen verbotene Zone zu sein. Immer, wenn sich meine Hände diesen kleinen, süßen Dingern nähern, schiebt Bonnie sie weg. Dezent, aber mir fällt es trotzdem auf. Schade, aber das muss ich respektieren.

    Französisch? Ja, bitte. Bonnie taucht ab, lässt ihre Zunge am Schaft wandern. Hoch, runter, immer wieder. Am Frenulum lässt sie ihre Zungenspitze lange und intensiv verweilen. Herr im Himmel…
    „Soll ich Deine Eier lecken?“

    Mach mal. Und, Holla die Waldfee: das macht sie richtig gut! Sie agiert sehr sensibel, eigentlich mehr mit der Zunge, als dass sie die Kronjuwelen komplett in den Mund nehmen würde. Geil. Auch der Blowjob, zu dem sie bald wieder übergeht, ist echt und wahrhaftig Saunaclub-Oberklasse. Immer wieder Wechsel zwischen Blowjob, Kronjuwelen und Küssen - da spult aber eine ein richtig geiles Programm ab.
    „Ficken?“

    Unbedingt! Reiten möchte sie nicht - erst mal soll ich ran. Ich entscheide mich für Mission. Flutschi braucht Bonnie nicht, ein bisschen Spucke tut’s auch. Ich begebe mich in Position und loche ein. Sofort hab ich ihre Beine vor der Brust. Sie verlangt nach Küssen, verlangt, dass ich sie nicht aufgestützt, sondern bittesehr in Reichweite nageln möge. Den Wunsch erfülle ich gern. So macht Mission Spaß.

    Stellungswechsel, Doggy. Kaum hab ich mich hinter ihr aufgebaut, zieht Bonnie mit ihren Händen die Pobacken auseinander und präsentiert ihre beiden Löcher. Wenn das die Aufforderung war, sie doch bitte anal zu ficken, hab ich sie übersehen. Tatsächlich muss ich herzhaft über diese auf mich irgendwie einstudiert wirkende Geste lachen.
    „Was ist?“

    Sie schaut mich über die Schulter hinweg an.
    „Nichts.“

    Allerdings ist die Erektion irgendwie gerade im Abklingen. Sie lässt die Pobacken Pobacken sein, deutet an, dass ich doch endlich einlochen möge. Ich versuch’s ja… Meinen Versuch, mit der fünfachtel Latte einzudringen, quittiert sie mit einem einzigen Wort, irgendwie tief aus ihrer Kehle kommend:
    „Oben!“

    Schon wieder muss ich lachen, lasse ab von ihr. So wird das nichts. Und vor allem nicht mit 50 Prozent Erektion.

    So wird das nichts? Das sieht Bonnie ganz anders. Ich weiß bis jetzt nicht, wie sie es geschafft hat, die mehr schlaffe als straffe Nudel in sich unterzubringen. Irgendwie hat sie es hinbekommen…

    Kaum bin ich drin, kehrt die Kampfkraft in voller Stärke zurück und ich kann mich ausgiebig vergnügen. Sie fässt sich sehr angenehm an, alles schön fest, da wabbelt und schwabbelt nichts - mal abgesehen von den allerliebst schwingenden Tittchen. Ich hab das im Spiegel hervorragend im Blick.

    Ich nähere mich in selbstbestimmter Geschwindigkeit der Klippe und lasse mich ebenfalls selbstbestimmt über den Rand derselben fallen.

    Perfekt!

    Wir haben ein paar wenige Minuten, die wir kuschelnd verbringen. Abschied an der Zahlbox, ein Feuerwerk an Fragen.
    „Wann kommst Du wieder? Gehst Du wieder mit mir auf Zimmer? Bis zum nächsten Mal?“

    Von mir aus gern.

    Danke, Bonnie!

    Vielleicht 5

    Feierabendstimmung im Laden, es wird aufgeräumt und geputzt. Kollegen seh ich keine mehr. Im Wintergarten hocken ein paar versprengte Grazien, und ich…
    „Bin ich letzter Mann?“
    „Nein. Vorletzter. Ein Gast ist noch da. War ein sehr ruhiger Tag heute.“

    Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich kenne den Laden zu wenig, als dass ich mir ein Urteil erlauben könnte. Für mich war der Abend allerdings perfekt.
     
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